Domholzschule Limburgerhof | Sonstige Presseartikel

Sonstige Presseartikel

Mannheimer Morgen 23. Nov. 2016

Experimente wecken Neugier


Schüler der Domholz-Grundschule in Limburgerhof erleben "Naturwissenschaften hautnah"

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Rheinpfalz 18. Nov. 2016

Mit Pipette und weißem Kittel !


Schüler der Domholz-Grundschule in Limburgerhof erleben "Naturwissenschaften hautnah"

LIMBURGERHOF. Kann man mit Erbsen Gips sprengen und aus einer Baumwollpflanze eine Kerze basteln? Bei "Naturwissenschaften hautnah erleben" haben Schüler der Berufsbildenden Schule Ludwigshafen (BBS) genau das getan. Mit Versuchen haben sie den Kindern der Domholz-Grundschule die Naturwissenschaften schmackhaft gemacht - und nebenbei erklärt, warum wir Karottensalat immer in Öl einlegen. Vorsichtig macht Franz einen Schnitt und zerlegt die Karotte mit seinem Küchenmesser in ungleich große Stücke - unter den begutachtenden Augen seiner vier Klassenkameraden Julia, Emmi, Hassan und Marlene. In ihren weißen Laborkitteln sitzen die Drittklässler da, an Station Nummer eins, der Karotten-Station. Sie schielen schon auf die Reagenzgläser, die in einem Karton in der Tischmitte stehen. Dann ist Franz fertig und es geht los: Mit den Plastikpipetten tröpfeln die Fünf Wasser in ihre Gläser, drei, vier Mal, unter der Anleitung von Franziska und Nico. Die beiden 19jährigen Schüler der BBS erklären ihnen heute, wie man das Karotin aus der Karotte heraus bekommt. "Das ist nämlich das Vitamin, das die Karotte so gesund macht", sagt Nico. "Daumen drauf und kräftig schütteln", fordert Nico die Drittklässler auf.
Seit zwölf Jahren besuchen die angehenden biologisch-technischen Assistenten der BBS I aus Ludwigshafen mit "Naturwissenschaft hautnah erleben" Grundschulen in der Region. Sie machen mit den Kindern Versuche, damit wollen sie potenzielle Nachwuchswissenschaftler für Biologie, Physik und Chemie begeistern. Mit ihren Lehrern Stefan Marz, Karin Keller und Christoph Ohlinger haben sie sich ein Programm rund ums Thema "Das Pflanzen können" ausgedacht: An fünf Stationen wollen die 18 Auszubildenden den 20 Grundschülern zeigen, was in Bitumen, Blumen und unserem Gemüse steckt. Während die einen versuchen, mit Erbsen Gips zu sprengen, aus Papier fliegende Baumfrüchte basteln oder an der Malstation einen Löwenzahn ausmalen, tröpfeln Emmi, Julia, Marlene, Hassan und Franz mittlerweile Öl in ihre Reagenzgläser. "Ihr seht jetzt eine Schicht, die sich auf dem Wasser absetzt", erklärt Nico den Achtjährigen. Dann folgt der lustige Teil: "Daumen drauf und kräftig schütteln." Eine Minute später färbt sich das Öl gelb. "Das ist euer Karotin", sagt Nico. Weil das Vitamin fettlöslich sei, hat es sich durch das Öl aus der Karotte herausgelöst. "Mit Wasser geht das nicht", sagt Nico. "Deshalb machen wir Karottensalat auch mit Öl an, dann kann der Körper das Karotin viel besser aufnehmen." Sichtlich Spaß haben die Grundschüler an diesem Vormittag bei den Versuchen. Ganz stolz sind sie auf ihre weißen Kittel und eigenen Versuchsprotokolle, die sie akribisch mit geschwungener Schreibschrift ausfüllen. Für die Kinder ist das eine tolle Abwechslung zum Schulalltag", sagt Klassenlehrerin Birgit Meyer. "Die sind unglaublich wissbegierig und saugen alles auf." So eine Klasse habe sie lange nicht erlebt. Und auch die Berufsschüler haben sichtlich Spaß am naturwissenschaftlichen Vormittag in der Domholz-Grundschule. "Ich find's super cool, dass man den Kindern Naturwissenschaften anschaulichen machen und sie mit einfachen Mitteln begeistern kann", sagt die 19-jährige Franziska und beschreibt damit genau die Absicht des Projekts. Aber auch die Auszubildenden profitieren davon: Sie setzen sich selbst mit einem Thema so gut auseinander, dass sie es selbst vermitteln können. "Lernen durch Lehren", erläutert Marz. Außerdem sei es toll, wenn sie ihre Leidenschaft für ihr Fach an die Grundschüler weitergeben würden, sagt Keller. Das dürften sie in Limburgerhof auch geschafft haben: Die Fünf von der Karotten-Station - Franz, Emmi, Hassan, Marlene und Julia - haben Gefallen an den naturwissenschaftlichen Experimenten, Kitteln und Pipetten gefunden. Ich könnte mir gut vorstellen, so etwas später einmal zu machen", sind sie sich einig. Im Labor der BBS I in Ludwigshafen können die Schüler nächsten Dienstag weiter experimentieren.

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